Vegan for Fit

Da ich aufgrund einer Fußprellung knappe 6 Wochen auf Sport verzichten musste – obwohl ich gerade endlich wieder Erfolge sehen konnte – habe ich mir Anfang des Jahres überlegt, mich stattdessen mehr auf meine Ernährung zu konzentrieren, um nicht vollkommen aus den Nähten zu platzen. Ich habe mich also dazu entschieden die 30 Tage „Vegan for Fit“-Challenge von Attila Hiltmann auszuprobieren. Da ich mich sowieso schon recht gesund ernähre, Nussmus, Quinoa und Co. keine Fremdwörter für mich sind und daher eh schon in meinem Vorratsschrank lagern, musste ich für meine Challenge nicht mehr viel besorgen (für Neustarter ist die Challenge allerdings alles andere als Geldbeutel-Freundlich). Alle tierischen Produkte die ich noch zu Hause hatte wurden aufgebraucht und/oder an meine Familie verfüttert und dann konnte es losgehen.

Die Challenge von Attila Hildmann baut sich eigentlich ganz simpel auf: kein Zucker, kein Weizen, keine tierischen Produkte. Die Gerichte teilen sich in drei Stufen. Stufe 1 kann bis 19 Uhr gegessen werden, Stufe 2 und 3 bis 16 Uhr. Ab 16 Uhr gibt es also eigentlich nur noch Gemüse, Gemüse, Gemüse. Ab 19 Uhr sollte man dann komplett aufs Essen verzichten. Kaffee und Alkohol sind nicht „verboten“ sollten aber reduziert, bis gar nicht konsumiert werden. Ich muss gestehen: Auf meinen Kaffee mit Hafermilch konnte und wollte ich am Morgen allerdings nicht verzichten.
Müsli mit Kaffee

Die ersten Tage gestalteten sich als nicht sonderlich schwer. Obwohl ich direkt in der ersten Woche zu einem Sushi-Treffen eingeladen war und ich mich dort lediglich mit einem Seetang-Salat zufrieden geben musste. Auch bei der Arbeit gab es des Öfteren süße Leckereien wie Kuchen, Muffins und Co. denen es zu widerstehen galt. Meine Disziplin war aber Gott sei Dank groß genug, sodass sich auch diese alltäglichen Hürden meistern ließen. Der Verzicht auf Alkohol viel mir ebenfalls nicht schwer. Da ich mich mit meinem geprellten Fuß sowieso nicht viel bewegen konnte und das Auto mein tägliches Fortbewegungsmittel war, blieben Club- und Barbesuche meist aus und ich holte stattdessen überfälligen Schlaf nach. Am Wochenende ohne einen schweren Kopf aufzuwachen ist sowieso viel angenehmer – und das Frühstück schmeckt wesentlich besser! Und bei diesen Pancakes (mit Abstand eins meiner Lieblingsgerichte aus dem Buch), möchte man jeden Bissen genießen.

Crunchy Amaranth PancakesKokos Himbeer JoghurtCrunchy Oatmeal

In den ersten Wochen fehlte mir auch der Zucker, bzw. die Süßigkeiten nicht. Im Laufe der Zeit schlich sich allerdings eine leichte Lust ein und ich habe mich an die süßen Versuchungen, die im Buch unter „Belohnungen“ (nach sportlichen Tagen) zu finden sind, getraut. Lecker und empfehlenswert sind auf jeden Fall die „Cinnamon Bliss“ und „Peanutbutter Balls“ Pralinen und die weiße Schokolade!

Vegane Schokolade

Eine Sache hat sich aber in meinem Kopf immer wieder bemerkbar gemacht: Ich hatte unheimlichen Appetit auf Nudeln! Ich esse eigentlich so gut wie nie Nudeln, aber jetzt, wo ich nicht „durfte“ wollte ich soooo gerne. Stattdessen gab es dann aber eben Zuccini-Nudeln mit Pesto – auch nicht schlecht 😉

Mein Fazit fällt eigentlich recht simpel aus, denn ich muss gestehen, ich habe mich nur die ersten zwei Wochen an die Gerichte aus dem Buch gehalten. Zuccini Nudeln à la Carbonara, Zuccini Nudeln mit getrockneten Tomaten/Walnuss-Pesto, Vollkorn-Sandwich und Linsen-Gemüse – das waren in Etwa die Gerichte, die ich mir ausgesucht und probiert habe.Vegan Zoodles a la Carbonara
Das wars dann aber auch schon. Ich habe irgendwann angefangen zu improvisieren, und im Netz nach anderen veganen Gerichten Ausschau gehalten. Das Frühstücksangebot in Attilas Buch hat mir dagegen ziemlich gut gefallen. Die Amaranth-Crunchy-Pancakes und die Müsli-Varianten (siehe Oben) mache ich mir nach wie vor jeden Tag – wenn auch etwas abgewandelt. Herzhafte Gerichte zum Frühstück, wie Tofu Rührei, haben mich dagegen nicht gelockt. Stattdessen habe ich mir ab und zu mein eigenes Müsli gemacht – und mach es noch immer. Das Rezept für mein „Pecan Cinnamon Granola“ habe ich von Deliciously Ella und bin nach wie vor begeistert davon, wie gut es schmeckt.

Mittlerweile halte ich mich zwar noch grob an die Regeln – das heißt, ich versuche nach 16 Uhr auf Kohlenhydrate zu verzichten, lebe immernoch vegan, ohne Weizen und ohne Zucker, gönne mir aber auch ab und zu mal etwas, was ich in der Challenge nicht gemacht hätte. Sprich, wenn ich wirklich großen Appetit auf ein Stück Käse habe, dann genehmige ich mir das auch. Aber eigentlich hält meine Disziplin aber weiter an und ich könnte mir vorstellen, so noch eine Weile zu leben. Ich konzentriere mich aber auf neue Gerichte und habe mir dafür die Apps von „The Balanced Blond“ und „My Eclectic Kitchen“ runtergeladen. Nur zu empfehlen und wirklich simpel und super leckere Rezepte und eine tolle Inspirationsquelle. Vorher wäre ich sonst nie darauf geommen, mir mal so eine leckere „Rohkost-Platte“ wie diesen Rainbow-Salad zu machen!Rainbow Salad Bowl

Mein absolutes Lieblings-Rezept im Moment habe ich allerdings von Edible Perspective und ich kann es jedem von euch nur empfehlen! Gerösteter Blumenkohl/Brokkoli/Kichererbsen-Salat mit Cashew Dressing. Super lecker und so einfach und schnell zubereitet – da vergisst man glatt, dass man vegan isst 🙂

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit der „Vegan for Fit“-Challenge, oder lebt schon länger vegan? Ich freu mich über leckere Rezepte und gute und nützliche Tipps zu diesem Thema!

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2 Gedanken zu “Vegan for Fit

  1. Schöner Artikel, angenehm zu lesen und die Bilder sind toll. Hoffe Du konntest ein paar positive Veränderungen an Deinem Körper feststellen, psychisch als auch physisch. =)

    1. Vielen lieben Dank! Freut mich sehr 🙂
      Ich bin immer noch mitten in der Vegan-Challenge und muss sagen, dass es wirklich ein gutes Gefühl ist. Bald folgen auch ein paar Rezepte!
      LG Jenny

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